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Fliegerhorst Zeltweg

Fliegerhorst Zeltweg: Kommandanten und Personalvertretung wenden sich an Öffentlichkeit

"Wenn es keinen Nachfolger für den Draken gibt, wird der Fliegerhorst geschlossen!" Das stellten heute die Kommandanten der einzelnen Einrichtungen und der Vorsitzende der Personalvertretung am Fliegerhorst Zeltweg in einer gemeinsamen Pressekonferenz fest. Im Zuge der Diskussion um die neue Abfangjäger war es in den vergangenen Tagen zu Zweifel gekommen, ob es tatsächlich zur Schließung kommt, wenn der Luftraum über Österreich von der Bundesregierung aufgegeben werden sollte.

Der Kommandant des Fliegerhorstes, Brigadier Friedrich Sparrer, wies auf die Bedeutung des Fliegerhorstes als größter Arbeitgeber der Region mit 925 Arbeitsplätzen und jährlich 1200 Grundwehrdienern hin und stellte klar, dass es keine Möglichkeit gibt, eine Ersatzorganisation für die verloren gegangenen Arbeitsplätze zu stellen.

Brigadier Schönwetter, Leiter der Fliegerwerft Zeltweg, erklärte, dass auch die Fliegerwerft keine Nutzung findet, wenn die Nachbeschaffung nicht erfolgt.

Die Konsequenz für die Bediensteten ist die Absiedelung aus der Region und damit nicht nur persönliche Schicksale sondern auch ein erheblicher Verlust an Kaufkraft für die Region.

Vizeleutnant Langslehner, oberster Personalvertreter des Fliegerhorstes, stellte klar, dass bei einer solchen Organisationsänderung die Versetzung von Beamten genau so vorgesehen ist wie die Entlassung von Vertragsbediensteten.

Auch der Kommandant der Fliegerschule, Oberst Harald Joham, stellte klar, dass eine Verzögerung des Ankaufes bedeuten würde, dass die Piloten keine Trainingsmöglichkeiten mehr haben, und dadurch der hohe internationalen Standard nicht mehr gehalten werden kann. Eine Abwanderung zu zivilen Fluglinien wäre für die Piloten die einzige Möglichkeit.

Für das Fliegerabwehrregiment 2 geht mit der Schließung des Fliegerhorstes der Auftrag diesen zu schützen verloren. Von der Auflösung des Fliegerabwehrregimentes betroffen sind außerdem noch Teile in Aigen im Ennstal sowie die Kaserne in Wolfsberg.

Bundesweit bedeutet eine Nichtbeschaffung neuer Abfangjäger einen Verlust von insgesamt 3500 Arbeitsplätzen im Bundesheer.


Fliegerhorst Zeltweg: Sorge um Arbeitsplätze

Fassungslos und besorgt sind die Menschen, die am Fliegerhorst in Zeltweg ihren Dienst versehen, über das Verhalten mancher Medien und bestimmter Politiker. Populistische Unsachlichkeit bedroht allein in Zeltweg die Arbeitsplätze von 925 Bediensteten. Der Fliegerhorst Hinterstoisser ist der größte noch verbliebene Arbeitgeber im oberen Murtal.

"Anstatt sich seriös dem Thema zu widmen wird in der Kronen Zeitung seit zwei Wochen Stimmung gemacht. Leute, die bei Ablösen ihrer Häuser Millionen bekommen haben, werden als Opfer stilisiert. Wer kümmert sich um unsere Häuser, wenn wir die Region verlassen müssen?", hört man immer wieder.

Die Personalvertretung des Fliegerhorstes hat zu Dienststellenversammlungen aufgerufen. Das Bundesheer ist dabei, ein leistungsfähiges Informationsbüro in Zeltweg einzurichten, das in der nächsten Woche voll arbeitsfähig sein wird.

Im Aichfeld sind auch Informationsveranstaltungen des Bundesheeres geplant, bei denen die Bediensteten gemeinsam mit ihren Angehörigen über ihre Arbeit und ihre Probleme informieren werden. Dazu werden neben der Bevölkerung auch die zahlreichen Zulieferbetriebe aus der Region mit ihren Belegschaften eingeladen werden.


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