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ÖOG Presseaussendung: Schluss mit der unseriösen Abfangjägerdiskussion
Österreichische Offiziersgesellschaft
Das Sicherheitspolitische Gewissen der Republik Österreich
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Presseaussendung
28. September 2006

Schluss mit der unseriösen Abfangjägerdiskussion

Die Österreichische Offiziersgesellschaft und die Österreichische Unteroffiziersgesellschaft wollen gemeinsam ihrer Bestürzung Ausdruck verleihen, wie in Österreich im Wahlkampf über die Sicherheit der Republik diskutiert wird.

Insbesondere geht es nicht an, dass sich gewählte Volksvertreter über die gesetzliche Verpflichtung zum Betreiben einer aktiven und passiven Luftraumüberwachung durch das Österreichische Bundesheer zum Schutz der Bevölkerung und des österreichischen Luftraumes zum Aufrechterhalten der Souveränität der Republik Österreich einfach hinwegsetzen.

Gerade nach den Ereignissen vom 11. September 2001 ist klar, wie wichtig und notwendig eine autonome, von anderen unabhängige Luftraumüberwachung für einen Staat ist. Auch wenn diese an dem damaligen Datum, aus inzwischen geänderten Gründen, nicht erfolgreich war, wäre es unverantwortlich, wenn ein Staat nicht einmal die Möglichkeit hat, Bedrohungen aus der Luft zu erkennen und entsprechend dem gültigen technischen Standard darauf reagieren zu können.

Die Entscheidung der Republik Österreich, ein Luftraumüberwachungsflugzeug am letzter Stand der Technik, den Eurofighter, zu beschaffen, wird zum wiederholten Male ausdrücklich begrüßt und stellt für die Luftraumüberwachung der Republik Österreich für zumindest 30 Jahre eine unverzichtbare Voraussetzung dar.

Ein Abgehen von dieser Entscheidung bringt nicht nur die Sicherheit unseres Staates in Gefahr, sondern würde auch im Hinblick auf die laufenden und noch ausstehenden Gegengeschäfte einen nicht wieder gut zu machenden Schaden für die Österreichische Wirtschaft bedeuten. Auch die Glaubwürdigkeit, sich im Verbund der europäischen Sicherheit entsprechend einzubringen, würde einen enormen Imageschaden für die Republik bedeuten.

Der mit dem Kauf derzeit eröffnete Zugang zur europäischen Wirtschaft und Hochtechnologie kann durch nichts kompensiert werden. Die vereinbarte Kaufsumme von unter 2 Milliarden Euro muß in Relation zu der mindestens 30jährigen Nutzungsdauer des Eurofighters gestellt werden und ist unter dem Aspekt der durch die vertraglich verpflichtende Abwicklung von Gegengeschäften im doppelten Ausmaß des Kaufpreises – also von 4 Milliarden Euro – zu betrachten.

Die Österreichische Offiziersgesellschaft und die Österreichische Unteroffiziergesellschaft appellieren daher an alle staatspolitisch verantwortlichen Kräfte, die unsachliche und die Sicherheit und Wirtschaft der Republik Österreich gefährdende Diskussion zu beenden und die dem europäischen und internationalen Standard entsprechende aktive und passive Luftraumüberwachung für unsere Heimat außer Streit zu stellen.

Brigadier Professor Adolf Eber, Präsident der Österreichischen Offiziergesellschaft

Vizeleutnant Franz Hitzl, Präsident der Österreichischen Unteroffiziergesellschaft und Vorsitzender der Europäischen Unteroffiziersorganisation


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