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Grundsatzinformation zur Europäischen Sicherheitspolitik

Die NATO - Operationen

ACTIVE ENDEAVOR

ACTIVE ENDEAVOR ist die Konsequenz einer der am 4. Oktober 2001 im NATO - Rat beschlossenen Unterstützungsmassnahmen für die Vereinigten Staaten im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Unter Führung von COMNAVSOUTH aus NEAPEL führten vorerst Teile der Standing Naval Force Mediterranean (STANAFORMED, manchmal auch nur SNFM abgekürzt) mit insgesamt 8 Schiffen Marineoperationen im östlichen Mittelmeer durch. Die SNFM wurde in der Folge durch die Standing Naval Force Atlantic (STANAFORLANT oder SNFL) abgelöst. Beide rotieren nunmehr im 3 – Monate Rhythmus. Sie sind Teil der Immediate Reaction Forces (IRF) und somit in der Lage, das gesamte Spektrum von Marineoperationen abzudecken und rasch in Krisenregionen verlegt zu werden. Darüber hinaus kommen nun auch Teile der spanischen, italienischen, türkischen und griechischen Marine zum Einsatz. Zweck des Einsatzes ist die Demonstration der Entschlossenheit und Solidarität der Allianz. NATO Schiffe patrouillieren im Mittelmeer, eskortieren und überwachen zivile Schiffe zur Abschreckung bzw. Feststellung von Terroraktivitäten. 
Am 4. Februar 2003 wurde die Operation auch auf die Straße von GIBRALTAR ausgedehnt und dänische, norwegische und deutsche Schnellboote unterstützen die Operation.

ISAF - International Security Assistance Force 

Am 16. April 2003 entschied die NATO ihre Rolle im Rahmen der ISAF in AFGHANISTAN noch weiter zu intensivieren und die Operation de facto zu übernehmen. Schon bis dahin spielte das Bündnis eine wesentliche Rolle in der durch die UN Resolution 1386 vom 20. Dezember 2001 legitimierten Mission, waren doch 95% der Truppenkontingente aus NATO - Staaten.
Auf Ansuchen der operationsführenden Nationen hatte der Nordatlantikrat entschieden, zusätzliche Unterstützung bereitzustellen. Dies betraf die Einrichtung eines Hauptquartiers in der Region, die Auswahl des Kommandanten, die strategische Führung durch SHAPE(Supreme Headquarters Allied Powers Europe - MONS, Belgien) die Bildung einer Koordinierungszelle sowie politische Koordination und Leitlinien durch den Nordatlantikrat. Name und Auftrag der Mission blieben unverändert, ebenso wurde die Beteiligung von Nicht- NATO Staaten beibehalten.  Die Änderung der Kommandostruktur und das stärkere NATO- Engagement ersparte die alle 6 Monate wiederkehrende Suche nach einer geeigneten "Lead Nation", die die Verantwortung und die Kosten für die Operationsführung übernahm.

Erstellt und aktualisiert von ObstdG August Reiter


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